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Ein Stapel Tageszeitungen

Die Ortsvorsteherin informiert: Tempo 30 in der Mainzer Straße (L422) in Heidesheim

Am 28. September wurde im Ausschuss für Klima- und Umweltschutz das Ergebnis der Schalltechnischen Untersuchung durch das Ingenieurbüro Prof. Dr. Kerstin Giering et al., Sankt Wendel vorgestellt.

Im Vorfeld hatte eine Vielzahl von Heidesheimer Bürgerinnen und Bürgern in den vergangenen Monaten Unterschriften gesammelt und bei der Ortsvorsteherin abgegeben.
Hintergrund für die Aktion ist die Verkehrssituation auf der Mainzer Straße in Heidesheim.  Nahezu im Bereich der gesamten Straße gilt Tempo 50, was auch immer wieder überschritten wird. Die Auswirkungen durch die stark angestiegene Anzahl der PKW und LKW werden als kaum erträglich beschrieben.

Eine hohe Anzahl direkt und nicht direkt Betroffener hatte sich mit der Ortsvorsteherin ins Benehmen gesetzt und darüber berichtet, dass die Situation für Personen, die zu Fuß unterwegs sind, insbesondere auch für Kinder und Ältere, richtiggehend gefährlich ist.
Die Autos fahren mit hoher Geschwindigkeit und sie müssen jederzeit befürchten, auf den schmalen Gehwegen von ihnen erfasst zu werden.

Mindestens genauso gefährlich ist die Situation für Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer, weshalb sich viele gar nicht mehr trauen, mit dem Rad auf der Mainzer Straße zu fahren.
Unter dem hohen Verkehrsaufkommen in der Mainzer Straße ist die Luftqualität beeinträchtigt und der Verkehrslärm bei Tag und bei Nacht erheblich.

Nachdem die Ortsvorsteherin die zuständigen Ämter eingeschaltet hat, ist von deren Seite eine Schalltechnische Untersuchung beauftragt worden, das Ergebnis liegt jetzt vor und es ist eindeutig.
Dem Gutachten lässt sich entnehmen, dass in dem Untersuchungsbereich die Auslösewerte der Lärmsanierung im Tagzeitraum an 103 Gebäuden und im Nachtzeitraum an 112 Gebäuden überschritten werden. Dabei werden Beurteilungspegel bis zu 74 dB(A) am Tag und 66 dB(A) in der Nacht ermittelt. Von den Überschreitungen der Auslösewerte sind nahezu alle Gebäude im Ortskern entlang der Mainzer Straße betroffen.

Durch die Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h kann rechnerisch eine Pegelminderung von 2,4 dB(A) im Tag- und Nachtzeitraum erreicht werden.

Zum Vergleich Dezibel Werte in Alltagssituationen:
50db: Normale Unterhaltung, Zimmerlautstärke
60db: Stressgrenze, laute Unterhaltung
65db: Beginn der Schädigung des vegetativen Nervensystems, erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Beim Berechnen mit Schallpegeln muss berücksichtigt werden, dass die Schallintensitäten miteinander verrechnet werden müssen und nicht die Dezibel Werte! Eine Verdoppelung der Schallleistung entspricht einer Schallpegelerhöhung um 3db!
Uns liegen jetzt eindeutige Ergebnisse, nämlich die Überschreitung der Auslösewerte im Bereich fast aller Gebäude in der Mainzer Straße sowohl bei Tag als auch bei Nacht vor. Deshalb bitten wir die zuständigen Stellen um eine zeitnahe Umsetzung der erforderlichen weiteren Schritte, um hier Abhilfe zu schaffen.
Die Gesundheit und die Lebensqualität unserer Bürgerinnen und Bürger gilt es zu schützen.

Herzliche Grüße

Ihre Dr.  Silvia Klengel
-Ortsvorsteherin Ingelheim-Heidesheim-

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