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Ein Stapel Tageszeitungen

Corona-Unterstützung für hauptberufliche Kulturschaffende in Ingelheim

Die Corona-Pandemie stellt die Kunst und Kultur vor besondere Herausforderungen. Kulturveranstaltungen und Feste werden abgesagt, Museen und Theater haben geschlossen und Künstlerinnen und Künstler haben keine Möglichkeit, ihre Werke auf gewohnten Wegen zu präsentieren und zu verkaufen. „Doch gerade in einer Krise brauchen wir Kultur: Sie stützt die Demokratie und die Meinungsbildung, sie bereichert das gesellschaftliche Miteinander und die Diskussionen und setzt mit ihrer Leidenschaft wichtige Impulse für die Bürgerinnen und Bürger“, erklärt Kulturdezernentin Bürgermeisterin Eveline Breyer.

„Wir müssen zudem davon ausgehen, dass die Kulturtreibenden es deutlich schwerer haben werden, nach der Krise zum Stand von vor der Krise zurück zu kehren“, ergänzt Breyer. Sie arbeitet mit ihrem Amt und den Fraktionen seit mehreren Tagen an verschiedenen Unterstützungsmöglichkeiten. „Das Förderprogramm des Landes und somit auch das jüngst von der Stadt Ingelheim verabschiedete Programm hilft den soloselbständigen Kunst- und Kulturschaffenden nicht“, stellt Breyer fest. „Deshalb haben wir an Grundlagen gearbeitet.
Mit der Bekanntgabe des Landesförderprogramms „Im Fokus 6 Punkte für die Kultur“ liegen diese nun vor. Deshalb habe ich eine Ergänzung des Ingelheimer Corona-Hilfeprogramms zur Struktursicherung der Kunst und Kultur vorgeschlagen“, so Breyer weiter.

Der Ingelheimer Stadtrat hat am Montag beschlossen, dass Solo-Selbstständige der Kunst und Kultur einen Soforthilfezuschuss von bis zu 2.000 Euro bekommen, wenn sie ein Arbeitsstipendium des Landes Rheinland-Pfalz erhalten und das Ergebnis für die Region Rheinhessen vorgesehen ist. Der Fördertopf soll 100.000 Euro umfassen. Anträge beim Land können ab dem 15. Mai 2020 über die Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur gestellt werden. Deshalb soll das Ingelheimer Programm ab dem 1. Juni 2020 starten. „Wir müssen jetzt eine Richtlinie entwerfen und diese zur Abstimmung stellen“, betont Breyer und bittet um Verständnis, dass es aufgrund Klärung rechtlicher Belange zu Verzögerungen kommen kann.

Antragsberechtigt sollen, nach Vorschlag der Bürgermeisterin, Solo-Selbstständige Künstlerinnen und Künstler, Musikerinnen und Musiker, Mediengestalter, Kameramänner und -frauen sowie Honorarkräfte im JAB (Junge Akademie für Bildung im WBZ), der Volkshoch- und Musikschule sein, die Mitglied in der Künstlersozialkasse und in Ingelheim wohnhaft sind.

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